NASCAR GP Deutschland: Sörensen im Titelkampf, Smyrlis mit starkem Debüt

Credits: Michael Großgarten

Lasse Sörensen und Ioannis Smyrlis mit starken Leistungen – Guillaume Deflandre und Justin Kunz im Pech

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Credits: Michael Großgarten

Nur elf Punkte fehlen Lasse Sörensen vor dem großen Finale der NASCAR Whelen Euro Series auf Giorgio Maggi. Der Däne holte in Deutschland am Sonntag seinen fünften Saisonsieg und hat damit in Zolder die Chance, den ersten Titel für DF1 Racing einzufahren. Jedoch hat er mit Maggi einen starken Konkurrenten, weshalb am 5. und 6. Oktober zwei spannende Finalrennen in Belgien erwartet werden.

Am Samstag kam Sörensen an seinen Widersacher aus der Schweiz nicht vorbei. Der 22-Jährige versuchte alles, um Maggi zu überholen, weshalb sich die beiden 16 Runden lang einen intensiven Tür-an-Tür-Zweikampf lieferten. Am Sonntag schaffte Sörensen dann den Durchbruch: Er schlug Maggi, der nur auf Platz fünf ins Ziel kam und verkürzte so den Rückstand auf nur elf Punkte. Der Titelkampf in der Elite2 Division ist eröffnet!

“Es war ein richtig guter Renntag, da es mein Plan war, Maggi gleich am Anfang einzuholen”, so der 22-Jährige, der um den Titel kämpft, obwohl er den Saisonauftakt in Valencia verpasst hat. “Das hat wirklich gut geklappt, aber ich musste nach den beiden Gelbphasen meine Position verteidigen, was nicht einfach war. Ich habe gute Starts hingelegt und war in den ersten zwei bis drei Runden nach den Restarts richtig schnell. Jetzt will ich den Titel, der schon vor dem Start in meine Saison in Italien mein Ziel war. Ich werde es schaffen! Ich danke dem gesamten DF1 Racing Team und meinem Sponsor flexlease.nu!”

Rückkehrer Guillaume Deflandre und NWES-Veteran Justin Kunz hatten am Steuer des Nr. 99 DF1 Racing Chevrolet Camaros viel Pech. Deflandre musste im ersten Rennen am Samstag auf Position neun liegend in der letzten Runde mit einem kapitalen Motorschaden aufgeben. Das hatte leider auch zur Folge, dass Justin Kunz sein erstes Elite2 Rennen nicht fahren konnte, da das Team mit Hochdruck über Nacht einen neuen Motor einbauen musste. Am Sonntag kämpfte sich kämpfte sich der talentierte Belgier Deflandre wieder zurück in das Spitzendrittel des 26 Autos großen Elite1-Feldes, um auf Platz elf ins Ziel zu fahren. Der bei allen Fans besonders beliebte Justin Kunz zeigte am Sonntag zwar Kampfgeist und eine solide Leistung, blieb aber deutlich unter den sich selbst gesteckten Zielen.

“Ich habe die Atmosphäre beim American Fan Fest in Hockenheim sehr genossen”, so Deflandre. “Es war kein einfaches Debüt in der Elite1 Division, weil es technische Probleme gab. Das Team hat aber hart gearbeitet und jede Session mehr Speed aus dem Auto herausgeholt. Danke dafür! Im ersten Rennen hat der Motor aufgegeben, weshalb kein gutes Ergebnis drin war. Das gesamte DF1-Team hätte ein gutes Ergebnis verdient gehabt! Am Sonntag haben wir dann mit einem soliden elften Platz noch den verdienten Lohn eingefahren.”

“Für mich war das Wochenende ein kompletter Reinfall”, sagt Kunz. “Schon im ersten Training lange damit zu kämpfen, das richtige Setup zu finden, weshalb ich viel Zeit an der Box verbracht habe und kaum Trainingszeit hatte. Das Qualifying war okay, weil ich es immerhin in die Superpole geschafft habe. Guillaume hatte einen Motorschaden, weshalb ich das Elite2-Rennen verpasst habe. Ich musste von ganz hinten ins zweite Rennen starten. Ich konnte fahren, bin aber nicht wirklich vorwärts gekommen, weil die Leistung des Motors nicht stimmte. Das war für mich natürlich ein deprimierendes Heimrennen vor all meinen Freunden, Fans und Sponsoren.”

Ioannis Smyrlis, der für Marko Stipp DF1 Racing in der Startnummer 22 sein NWES-Debüt feierte, trat gleich in beiden Division an. Der Deutsch-Grieche zeigte eine starke Leistung: In der Elite1 sicherte er sich am Sonntag den Sieg in der Challenger Trophy und am Samstag den zweiten Rang in der Sonderwertung der Elite1 Division. In der Elite2 Division, die Smyrlis zum Training nutzte, kam er solide im Mittelfeld ins Ziel.

“Es war ein verrücktes Wochenende, eine großartiges Event und eine bärenstarkes Team”, so NWES-Debütant Smyrlis. “Ich habe meine persönlichen Ziele übertroffen und den Sieg in der Challenger Trophy eingefahren. seit dem Training am Freitag habe ich mich stetig verbessert, bis ich konkurrenzfähig war. Ich danke DF1 Racing und auch den Jungs und Mädels von Marko Stipp Motorsport, die einen tollen Job gemacht haben. Danke auch an meinen Sponsor TheMagicTouch, der den Start möglich gemacht hat. Ich bin froh, dass es die Kooperation zwischen DF1 Racing und Marko Stipp gegeben hat, denn ich hätte mir kein besseres Team vorstellen können.”

Am 5. und 6. Oktober findet das Finale der NWES-Saison 2019 am Circuit Zolder statt. Das gesamte DF1-Team arbeitet hart, um einen erfolgreichen Saisonabschluss zu feiern. Während Sörensen um den Titel kämpft, werden Kunz, Deflandre und Smyrlis alles geben, um zum Ende der spannenden Saison 2019 noch einmal auf sich und das Team aufmerksam zu machen.

Credits: Michael Großgarten
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